ROAS – Bedeutung, Erklärung und Beispiele

ROAS – Bedeutung, Erklärung und Beispiele

Symbolbild zum Glossarbeitrag ROAS – Bedeutung, Erklärung und Beispiele

Ein ROAS von 5 klingt nach einem Volltreffer. Ob er das wirklich ist, hängt davon ab, was er misst und was nicht. ROAS steht für Return on Ad Spend, zu Deutsch Werbekostenrendite. Anders als der allgemeinere ROI betrachtet er ausschließlich das Verhältnis zwischen Umsatz und den dafür eingesetzten Werbeausgaben.

So rechnest du

ROAS = erzielter Umsatz ÷ Werbeausgaben

Ein ROAS von 5 bedeutet: Jeder Euro, den du in Werbung investiert hast, hat fünf Euro Umsatz gebracht. Angegeben wird das Ergebnis meist als Verhältnis oder als Prozentsatz. So lassen sich verschiedene Werbekampagnen direkt miteinander vergleichen.

Der Haken: Was der ROAS nicht sieht

Der ROAS berücksichtigt keine weiteren Kosten wie Produktions- oder Personalaufwand. Ein Gedankenspiel: 500 Euro Werbeausgaben bringen 2.500 Euro Umsatz, ein ROAS von 5. Liegen deine übrigen Kosten für die Leistung aber bei 2.200 Euro, bleibt unterm Strich ein Verlust. Ein hoher ROAS allein sagt deshalb nichts über die tatsächliche Profitabilität aus. Das vollständigere Bild liefert der ROI.

Wofür er trotzdem taugt

Laufen mehrere Kampagnen parallel, zeigt der Vergleich der ROAS-Werte schnell, welche effizienter arbeitet. Dann kannst du Budget gezielt in die wirksamsten Maßnahmen verschieben, statt es gleichmäßig zu verteilen. Achte dabei auf den Betrachtungszeitraum: Je nach Saison oder Kampagnenphase kann der ROAS stark schwanken, und kurze Zeiträume führen schnell zu falschen Schlüssen. Vergleiche außerdem nur Kampagnen mit ähnlichen Zielen, und optimiere nicht ausschließlich auf ROAS, wenn du nebenbei Marke aufbauen willst.

Und in deiner Branche?

Da bezahlte Werbung für Escort-Agenturen auf vielen Plattformen stark eingeschränkt ist, spielt der ROAS bei dir eine kleinere Rolle als in vielen anderen Branchen. Für organische Maßnahmen ist er ohnehin nicht gedacht, denn er bezieht sich speziell auf bezahlte Werbeausgaben. Umso wichtiger werden andere Kennzahlen für organische Maßnahmen. Bei laufenden Kampagnen lohnt sich dagegen eine regelmäßige, zeitnahe Beobachtung, um früh reagieren zu können.

Du willst wissen, welche Kennzahlen für deine Marketingmaßnahmen wirklich aussagekräftig sind? Wir beraten dich im Rahmen unserer Sichtbarkeitsanalyse.

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